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Medizin für Soziale Berufe - KatHO NRW, Abt. Paderborn

Über mich

Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Lehrgebiet: Sozialmedizin und Psychopathologie

Leiter des Masterstudiengangs "Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit"

Mitglied des igsp Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie

Mitglied des DISuP Deutsches Institut für Sucht und Präventionsforschung


 

 

 








Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte 

  • Prävention und Gesundheitsförderung
  • Gesundheitskommunikation
  • Männergesundheit
  • Sucht

 

 

 

Mitgliedschaften

Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention

Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren 

Gesellschaft für Phytotherapie

Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten



Forschungsprojekt "No Roids Inside" - ein Programm zur Prävention des Medikamentenmissbrauchs in Fitnessstudios

Details folgen


Forschungsprojekt "Geistiges Behinderung und Sucht"

Suchtmittelkonsum bei Menschen mit geistiger Behinderung war lange Zeit kein Thema in der Behinderten- und Suchthilfe. Hinweise aus beiden Arbeitsbereichen deuten jedoch darauf hin, dass diesem Thema eine größere Aufmerksamkeit gewidmet werden muss als bisher.

Im Rahmen der Ambulantisierung ziehen in den letzten Jahren immer mehr Menschen mit geistiger Behinderung aus vollstationären Einrichtungen (wie z.B. Wohnstätten, Außenwohngruppen) oder aus ihrem Elternhaus in weniger umfassend betreute Wohnformen wie z.B. das ambulant betreute und unterstützte Wohnen. Dadurch steigen die Anforderungen an die Nutzer durch die Zunahme der Aufgaben, die allein oder mit weniger Unterstützung bewältigt werden müssen, deutlich an.

Viele Menschen mit geistiger Behinderung verfügen zudem über nur unzureichend entwickelte kommunikative Kompetenzen. Hinzu kommt, dass diese Personengruppe häufig über eingeschränkt entwickelte Kulturtechniken sowie Fähigkeiten der Kontaktaufnahme und -pflege verfügt. Dadurch werden Entwicklung und Pflege von Freizeitinteressen sowie Gestaltung der arbeitsfreien Zeit deutlich erschwert. Der begrenzte finanzielle Spielraum lässt meist auch die Nutzung von Angeboten zur Freizeitgestaltung nur eingeschränkt zu. Hierdurch bedingt steigt insgesamt das Risiko der Vereinsamung.

Diese Entwicklungen lassen vermuten, dass für Menschen mit einer geistigen Behinderung nicht nur das Ausmaß von Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zunehmen, sondern auch das Risiko, legale Drogen missbräuchlich oder abhängig zu konsumieren.

Im „Modellprojekt Vollerhebung Sucht und geistige Behinderung“ soll ermittelt werden,

  • wie häufig Menschen mit geistiger Behinderung Suchtmittel konsumieren,
  • welche Suchtmittel sie konsumieren,
  • wie groß der Bedarf an Prävention, Beratung und Therapie für diese Zielgruppe ist.

Des Weiteren soll untersucht werden, ob bzw. wo es bereits Hilfeangebote für Menschen mit geistiger Behinderung und Suchtproblematik in NRW gibt.

Projektleitung

Das Projekt war bei der AWO, Unterbezirk Ennepe-Ruhr, Gevelsberg, angesiedelt, Leitung Marja Kretschmann-Weelink, Pädagogin und Sozialtherapeutin. Wiss. Begleitung: Prof. Dr. Dr. Martin Hörning.

Methodik

Die Untersuchung des Suchtmittelkonsums bei Menschen mit geistiger Behinderung erfolgt im Rahmen einer Vollerhebung. Alle Einrichtungen der Behindertenhilfe und Suchthilfe in NRW werden angeschrieben und gebeten, einen Fragebogen, der im Internet bereit gestellt wird, zu beantworten.
Zusätzlich zur quantitativen Befragung werden mit einer kleinen Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung Interviews geführt.

Mitarbeit

In der Abt. Paderborn der KatHO 2 wiss. Hilfskräfte, 1 stud. Hilfskraft

Art des Projektes

Forschungsprojekt

Finanzierung

Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Laufzeit

Oktober 2009 bis Juni 2013.